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“Arena”-Macherinnen begreifen das Problem der Stromlücke nicht

Der Meinungsaustausch in der letzten «Arena» des Schweizer Fernsehens war oft reine Spiegelfechterei, weil die Redaktion nicht imstande war, die fundamentalen Bedingungen unseres Stromsystems richtig darzustellen – und wieder wurde der Fake vom «Strom aus der Steckdose» gebracht.

Der Originalbeitrag ist als Kommentar im Online-Nebelspalter vom 27. April 2022 zu lesen.

In der letzten Arena des Schweizer Fernsehens vom 22. April «Mit AKW gegen die Stromlücke?» kamen vor allem diejenigen auf die Rechnung, die ihre Freude am uneingeschränkten Wettstreit gegensätzlicher Meinungen haben, nicht aber diejenigen, die bei offensichtlichen Widersprüchen gerne einen Faktencheck gehabt hätten. Sicher ist es nicht immer nötig, jedes Argument auf die Goldwaage zu legen, aber wenn die Grundthematik derart schwammig skizziert wird, wie das am letzten Freitag der Fall war, ist ein möglichst objektiver Informationsauftrag, wie man ihn hier erwarten darf, kaum zu erfüllen.

Wir haben nicht eine Stromlücke, sondern eine WINTER-Stromlücke

Was in der «Arena» gefehlt hat, waren die entscheidenden Informationen über unsere Stromversorgung, die erklärt hätten, warum wir eine Stromlücke haben. Gerade weil sich die eingeladenen Gäste völlig uneinig waren, ob und warum wir eine solche Lücke haben (oder haben werden) und wie gross sie ist, hätte die «Arena»-Redaktion die unbestreitbaren Fakten zum Thema klar herausarbeiten müssen.

Das beginnt schon bei der Titelgebung, denn das Problem ist nicht einfach eine Stromlücke, sondern spezifisch eine WINTER-Stromlücke. Und warum haben wir im Winter zu wenig Strom? Weil die Wasserkraftwerke im Winter weniger Strom liefern als im Sommer. Dieser simple Fakt (der vielen nicht bewusst ist), ist aus zwei Gründen wichtig: Erstens kommt es besonders auf die Wasserkraft an, weil sie der grösste Stromerzeuger ist, und zweitens trifft ihre verminderte Winter-Produktion auf einen steigenden Stromverbrauch in dieser kälteren Jahreszeit – sie kann dann also nicht bedarfsgerecht liefern.

Kein Wort über die Kernkraft als Rückgrat der Winterstromversorgung

Erst auf diesem Hintergrund wird die Rolle der Kernkraft klar: Sie kompensiert mit ihrer zuverlässigen Bandenergie die Volatilität und «Schwäche» der Wasserkraft – sie bildet im Winter das eigentliche Rückgrat der Stromversorgung. Von all dem – dem Wasserkraft-Winterhandicap und der stützenden Rolle der Kernkraft – hat man in der «Arena» aber nichts gehört. Und dazu passt, dass die wenigen Angaben zur Stromerzeugung nur als Jahresgesamtzahlen präsentiert wurden: So kann man aber dieses spezifische Stromlückenproblem im Winter nicht erfassen.

Wegen dieser Informationsdefizite hatte es die atomkritische Seite leicht, ein völlig absurdes Argument ohne Widerspruch zu verbreiten. Sowohl Nationalrätin Gabriela Suter (SP) als auch Nationalrat Stefan Müller-Altermatt (Mitte) sagten, einer der grössten Mängel der Atomkraftwerke sei, dass diese «immer liefern» und damit die geforderte Flexibilität vermissen liessen. Mit Verlaub, das ist das Pferd vom Schwanz aufgezäumt: Eine solche Flexibilität wäre erst dann gefragt, wenn wir bei starkem Solarausbau im Sommer zu viel Überschussstrom hätten. Beim Thema der Stromlücke, um das es hier geht, muss man aber den Winter betrachten und da sieht man, dass die Atomkraftwerke genau das machen, was dann das wichtigste ist: zuverlässigen Bandstrom liefern.

Die saisonale Speicherung ist mit Pumpspeicherkraftwerken nicht möglich

Mit einem kurzen Erklärvideo, das den Landesverbrauch sowie den Input aus Wasser- und Kernkraftwerken in Monatswerten (!) gezeigt hätte, wäre sofort klar geworden, dass diese von den Atomgegnern vorgebrachte Kritik absurd und falsch ist. Und auch das von Gabriela Suter eingebrachte Argument, Überschussstrom im Sommer sei kein Problem, weil wir damit Wasser in die Speicherseen pumpen und später daraus Strom machen könnten, zieht nicht. Erstens haben wir um Grössenordnungen zu wenig Pumpspeicherkapazität, und zweitens ist ein Pumpspeicherwerke für  den kurzfristigen Gebrauch ausgelegt, nicht für langfristige Saisonspeicherung. Aber eben, auch das ist wieder nur verständlich, wenn man mindestens eine Sommer-Winter-Differenzierung vornimmt.

Irreführung durch «Strom aus der Steckdose»

Die ultimative Verschaukelung der Zuschauer geschah aber mit der Unterscheidung von Produktions- und Liefermix. Nachdem gezeigt worden war, dass die Kernkraftwerke an der gesamten Landeserzeugung 2020 zu 33 Prozent beteiligt waren, meldet sich Nationalrätin Suter und fragt: «Und wissen Sie auch, wieviel davon aus der Steckdose effektiv konsumiert wird? Nur etwa zwei Drittel davon: nur etwa 20 Prozent wird im Inland konsumiert, den Rest exportieren wir ins Ausland.» Und «Arena»-Moderator Sandro Brotz doppelt nach und hält explizit fest, dass der Atomstrom zu 33 Prozent aus dem Produktionsmix und zu 20 Prozent aus der Steckdose komme.

Ich habe hier schon nach der «Arena» vom 11. Februar «Stromlücke schliessen – Aber wie?» darauf hingewiesen, dass niemand sagen kann, wie der Strom aus der Steckdose zusammengesetzt ist (siehe hier): Sobald Elektrizität ins Netz fliesst, vermengen sich die Elektronen und jeder Herkunftsnachweis wird unmöglich. Das ist einfache Physik. Warum weiss es die «Arena» aber besser und kann behaupten, dass «aus der Steckdose» nur 20 von den produzierten 33 Prozent Atomstrom kommt? Sie übernimmt einfach eine Sprachregelung des Bundesamtes für Energie, BFE.

Bundesamt für Energie verwirrt durch «Zertifikate-Strom»

Dort führt man neben der ordentlichen Elektrizitätsstatistik, wo nur von den 33 Prozent die Rede ist (!), noch eine zweite Statistik über den sogenannten Herkunftsnachweis. Dabei wird über den europäischen Zertifikatehandel Bilanz geführt, es handelt sich also um eine finanziell-buchhalterische Statistik. Das kann durchaus Sinn machen, wenn es darum geht, finanzielle Förderanreize für mehr «grünen» Strom zu machen. Aber wenn man die Zahlen aus dieser Statistik als «Strom aus der Steckdose» bezeichnet, dann tut man so, wie wenn der Strom aus Börsenzertifikaten bestünde – mit andern Worten: Man verschaukelt das Publikum.

Und wenn sogar in der Definition von «Herkunftsnachweis» durch das BFE selber (siehe hier) zu lesen ist, dass mit dieser Stromkennzeichnung nicht der physikalische Stromfluss gemeint ist – also nicht das, was aus der Steckdose kommt – , stellt sich die Frage warum die «Arena» den Atomstromanteil so systematisch kleinreden will (die 20 Prozent wurden auch noch in einem Erklärvideo gebracht).

«Arena» unterstützt die Atomgegner

Die Antwort findet man, wenn man sich daran erinnert, wann dieser Punkt in der Sendung zum ersten Mal ins Spiel gebracht wurde: durch das von mir oben zitierte Votum von SP-Nationalrätin Suter. Dass sie als Atomgegnerin den Anteil des Atomstroms kleinreden will, ist ihr gutes Recht. Dass die «Arena» das aber stützt, und offensichtliche Fake News verbreitet, widerspricht der objektiven Informationspflicht, die man von ihr erwartet. Dies umso mehr, als ich nach der Sendung vom 11. Februar direkt mit Sandro Brotz und dem BFE auf all diese Ungereimtheiten hingewiesen habe. Weil aber sogar die zuständige Ombudsstelle SRG meine und alle anderen Beschwerden damals abgelehnt hat, besteht wenig Hoffnung auf Besserung.

Atombefürworter hatten einen schweren Stand

Aus dem bisher Gesagten kann man leicht ableiten, dass Monika Rühl, Vorsitzende der Geschäftsleitung von economiesuisse und Nationalrat Christian Imark (SVP) auf der Seite der Atombefürworter einen schweren Stand hatten. Sowohl der Hinweis in Monika Rühls Eingangsvotum, das Stromlückenproblem konzentriere sich auf vier Wintermonate, als auch Christian Imarks Bestrebungen, der Kernkraft sogar eine höhere Wichtigkeit als die 33 Prozent zuzumessen (im Winter liefern die Kernkraftwerke gegen 50 Prozent), verpufften ungestützt durch die Moderation. Beide treffen aber genau den Kern der Sache, der bei einer neutral-objektiven Sendungsgestaltung im Zentrum hätte stehen müssen.

Dass Sandro Brotz im Kontext des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine bei der Frage um die Schweizer Gasversorgung den Gesamtenergieverbrauch mit dem Stromverbrauch verwechselt hat – «15 Prozent von unserem Strom kommt aus Erdgas» – , kann man ihm als unglücklichen Versprecher wohl verzeihen.

13 Kommentare zu ““Arena”-Macherinnen begreifen das Problem der Stromlücke nicht

  1. Einmal mehr Anmerkungen zu einem Thema, worüber Herr Schlumpf eigentlich weder aus Erfahrung noch von der Ausbildung her Kompetenzen hat.
    Wenn man schon SF DRS kritisiert, dann soll diese Kritik auch sachlich korrekt und präzise sein. Ich will hier zwei Beispiele aufführen.
    1. Es ist nur die halbe Wahrheit und irreführend, wenn man schreibt, dass ” … weil Wasserkraftwerke im Winter weniger Strom liefern als im Sommer”.
    Richtig ist, dass Laufkraftwerke im Winter weniger Strom liefern als im Sommer, dieser jedoch Grundlast Qualität hat. Die Speicherwerke jedoch ausschliesslich Strom im Winterhalbjahr produzieren und dieser Dank der Flexibilität der angewandten Technik, für Spitzenlast (-Qualität) Abdeckung herangezogen wird.
    2. Pumpspeicher: Schlumpf schreibt: “…. zweitens ist ein Pumpspeicherwerk für den kurzzeitigen Gebrauch ausgelegt, nicht für langfristige Saisonspeicherung”.
    Richtig und eben wesentlich wäre, wenn Schlumpf präzisiert, “… dass die im Betrieb befindlichen (gegenwärtigen) Pumpspeicherwerke …” ausgelegt sind. Die meisten wurden als Tagesspeicher konzipiert und werden nach dem Geschäftsmodell “buy low, sell high” betrieben. Schlumpf hätte erwähnen müssen, dass ein Saison- Speicher im Zusammenhang mit PV auch technisch völlig anders konzipiert sein müsste und dass solche neu zu bauen wären.
    Anmerkung dazu: Ich habe Schlumpf diese Zusammenhänge einmal in einer langen Nachmittagssitzung erklärt, mit vielen Skizzen und Tabellen zur Illustration, offenbar ist nicht viel hängen geblieben.
    Ferner möchte ich noch Folgendes anfügen: Wenn SF DRS behauptet, dass nur 20% der in der Schweiz produzierten Kernenergie in den CH Steckdosen ankommt, so ist das Äpfel mit Birnen verglichen. In der CH Steckdose finden wir den Strommix, welcher sich aus Produktionsmix intern plus Produktionsmix Import minus Produktionsmix Export zusammensetzt. Mit Sicherheit findet man im Produktionsmix Import viel Nuklearstrom und weil gemäss Länderabkommen CH- Italien grüner Strom nach Italien exportiert wird (grösste Exportmenge), verbleibt in der CH mehr Nuklearstrom.
    Auch letzteres hätte Schlumpf kommentieren müssen.

    • Martin Schlumpf

      Lieber Emanuel
      Zum Kritikpunkt 1
      Ich habe geschrieben: “Und warum haben wir im Winter zu wenig Strom? Weil die Wasserkraftwerke im Winter weniger Strom liefern als im Sommer.” Du schreibst nun, dass sei nur die halbe Wahrheit und irreführend.
      Ich empfehle Dir in der Schweizerischen Elektrizitätsstatistik 2020, im Anhang auf Seite 47/48 die Tabelle A1 zu studieren. Dort ist die Erzeugung aus Wasserkraftwerken für jeden Monat von 2011 bis 2020 aufgeführt. Daraus geht hervor, dass in jedem Jahr in den Wintermonaten deutlich weniger Strom aus Wasserkraftwerken erzeugt wurde als im Sommer. Weiter habe ich die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken mit Monatszahlen für die Jahre 1990 bis 2021 unter anderem in meinem letzten Nebelspalter-Beitrag kommentiert: https://www.schlumpf-argumente.ch/warum-wir-im-winter-strom-importieren-muessen/
      Deine Kritik ist völlig unbegründet – Mein Satz stimmt zu 100 Prozent.
      Zum Kritikpunkt 2
      Ich habe geschrieben, dass “…ein Pumpspeicherwerk für den kurzfristigen Gebrauch ausgelegt sei, und nicht für langfristige Saisonspeicherung.”
      Du wirfst mir vor, ich hätte schreiben müssen, das das nur bei den gegenwärtig im Betrieb befindlichen Werken der Fall sei: Das ist Unsinn, denn in meinem Satz ist das natürlich explizit schon enthalten, ich rede ja nicht von irgendwelchen zukünftigen Werken. Und Dein Verweis darauf, dass ich irgendetwas über die Art zukünftiger Speicher hätte schreiben sollen, ist gesucht: Das hat mit der Aussage meines Satzes gar nichts zu tun.
      Also: Erkläre mir bitte, warum Du scheinbar glaubst, (heutige) Pumpspeicherwerke seien für den langfristigen Betrieb ausgelegt?
      Und zu Deiner Anmerkung, dass Du mir das alles selber ausführlich dargelegt hättest, bei mir aber offenbar nicht viel hängengeblieben sei: Ich bin Dir nach wie vor sehr dankbar für viele gute Inputs, die Du mir gegeben hast. Das ist genau das, was ich immer getan habe: mich bei den kompetentesten Leuten zu spezifischen Themen kundig zu machen.

      Dass Du mich jetzt aber unsachlich zu dikreditieren versuchst, ist für mich eine grosse Enttäuschung.

      • Dr. med. Engel

        Als Leser und aussenstehende Person ohne fachliche Vorbelastung, überzeugt mich die Antwort und Stellungnahme von Martin Schlumpf.

        1. Im Gegensatz zu Emanuel Höhener bleibt Martin Schlumpf sachlich und respektvoll. Der Kommentar von Emanuel Höhener ist in einem herablassenden Ton und mit einer spürbaren Arroganz verfasst.
        Das irritiert und man erhält den Eindruck, dass es ein persönliches Problem gibt.

        2. Erkenne ich bei Martin Schlumpf keine Interessenbindungen. Auch nicht, was die Vergangenheit anbelangt. Ganz im Gegenteil, war er sogar in seiner Jugend ein Gegener der Atomkraft und Aktivist bei Protesten gegen KKW’s.
        Martin Schlumpf hat seine Position überdacht und verändert, was nicht genug hoch gewertet werden kann. Diese Ausgangslage bürgt für mich für eine sehr hohe Glaubwürdigkeit
        Starke Interessenbindungen aufgrund seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in der Energiewirtschaft sind jedoch bei Emanuel Höhener offensichtlich.

        Martin Schlumpf hat sein Auskommen nie in der Energieindustrie erwirtschaftet.
        Sein Interesse am Thema scheint seine Passion zu sein.

      • Eberhard

        Pumpspeicher nur für kurzfristige Speicherung ausgelegt?
        Mir erschließt sich nicht, warum man das Wasser nicht länger als ein paar Tage speichern könnte. Wird es schlecht? Das Problem ist mMn eher die zu geringe Speichergröße, um eine ausreichende Glättung der Stromschwankungen zu erreichen.
        Man bräuchte wohl 1000e Pumpspeicherseen?
        Der Vorwurf, KKWs würden immer liefern, erscheint mir auch sehr komisch: Sie können immer liefern (bis auf Abschaltungen), sind aber auch regelbar. Und ohne zuverlässig regelbare Stromlieferanten funktioniert eine technisierte Gesellschaft nicht, wenn sie sich auf EE stützt (Dunkelflaute), außerdem ist es unmöglich, 100% der Energie als EE zu erzeugen (Flächen- und Rohstoffbedarf).

  2. Andreas Bernhard

    Sehr geehrter Martin Schlumpf, ich habe ihre Beiträge schon immer zuerst im Carnot-Cournot-Netzwerk mit Interesse verfolgt, und nun bin ich auf ihrer sehr informativen Blog-Seite gelandet.
    Ein grosses Kompliment für ihre Bemühungen, den Zusammenhang und die grosse Wichtigkeit unserer Stromversorgung zu erläutern!
    Ich bin vom Metier her vom Fach, und bin zutiefst enttäuscht und erschüttert, wie unsere Landesregierung und die Medien die kommende Stromknappheit ignoriert und schönredet.
    Wir gehen sehenden Auges in eine Katastrophe; Frau Leuthard und Frau Sommaruga vielen Dank!
    Ich wünsche Ihnen, Martin Schlumpf alles Gute und bleiben sie dran, Andreas Bernhard

  3. Dr. med. Engel

    Sehr guter und schlüssiger Artikel.
    Aber der gegenderte Titel “Arena-Macherinnen begreifen das Problem der Stromlücke nicht” ist ein Fauxpas.
    Die Seuche des Genderns ist klar dem linken Spektrum zuzuordnen.
    Die Glaubwürdigkeit und die Ernsthaftigkeit eines Artikels, bei welchem der Text gegendert ist, wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen.
    Mir sind viele Leute bekannt, welche solche Artikel sogleich ungelesen wegklicken, weil offensichtlich ist, dass der Verfasser aus einer Blase stammt, welcher die Allgemeinheit unter Inanspruchnahme überhöhter und von Linken diktierter Moral belehren will.
    Ich empfehle Ihnen daher dringend in Zukunft auf das “gutgemeinte” Gendern zu verzichten.
    .

  4. Arturo Romer

    Vielen Dank an Herrn Martin Schlumpf für seinen ausgezeichneten Beitrag. Und der Leser beachte: es handelt sich um eine winterliche Stromlücke. Diese wird in wenigen Jahren Tatsache sein. Ich wiederhole: nur das Binom “erneuerbare Energien und moderne Kernenergie” wird den enormen Energiehunger von zirka 10 Milliarden Menschen im Jahre 2100 sicher und nachhaltig stillen können.

  5. Danke, Martin Schlumpf – das sind wichtige Hinweise!
    Den Gipfel der Inkompetenz lieferte Gabriela Sutter, als sie zum Beweis, wie billig Solarstrom sei, auf die zeitweise negativen Strompreise an der Börse hinwies. Wenn man Kosten und Preis nicht unterscheiden kann, sollte man nicht mitreden dürfen. Das gilt auch für Müller-Altermatt, der bei dieser Aussage eifrig genickt hat.
    Ich fand, Imark und Rühl haben es hervorragend gemacht. Sie hatten ja auch Argumente, nicht nur Sprüche aus dem letzten Jahrhundert wie die Gegenseite.

  6. Guntram Rehsche

    Ich stimmer für einmal (!) der Argumentation von MS weitgehend zu. Nur ändert das nichts an der Tatsache, dass
    – sich das Volk gemäss Energiegesetz mittelfristig vom Atomstrom verabschieden will
    – wir bis zum Abschalten der alten AKW noch reichlich Zeit haben, das Winterstrom-Problem zu lösen
    – wenn nicht die Schweiz, so doch andere Staaten bis in die frühen 30er Jahre beweisen werden, dass eine CO2-freie Stromversorgung auch im Winter ohne Atomstrom möglich ist – also könnte das auch die Schweiz ohne ständiges Sperrfeuer seitens der ewig-gestrigen Atombefürworter
    – die nächste Energierevolution im Bereich des Speicherns ansteht – auch des langfristigen Speicherns. Was dann die saisonale Transformation erlauben wird, und das dank der weit reichenden grünen Wasserstoff-Revolution auch zu annehmbaren Preisen.
    Was interessiert da noch, ob im Jahre 2022 die SRF-Arena und irgendwelche Atom-Befürworter oder GegnerInnen den Atomstromanteil auf 20 oder 50% bemessen….

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