Energie

Unzuverlässigkeit der Photovoltaik

Das Hauptproblem der Photovoltaik (PV) ist ihre Unzuverlässigkeit.
In der folgenden Grafik ist die zeitabhängige Einspeiseleistung (Lastganglinien) aller deutschen Photovoltaik-Anlagen zwischen Juli 2010 und Oktober 2013 zusammen mit ihrer installierten Nennleistung dargestellt:

PVA_Juli10-Okt13
Die installierte Leistung ist mit der gelben Fläche eingezeichnet. Ihre obere Begrenzungslinie zeigt ein Wachstum von 10’000 auf über 35’000 MW an: Mehr als eine Verdreifachung innert vier Jahren! Braun darunter ist die tatsächliche Einspeiseleistung aller PV-Anlagen dargestellt. Man sieht auch in dieser relativ groben Auflösung eine wesentliche Charakteristik der Solarproduktion: Markante Spitzen um den Mittag herum wechseln täglich mit Null Energie in der Nacht ab.
Noch entscheidender aber ist der typische Jahresverlauf, der hier exemplarisch zu sehen ist: einer grossen Sommer- steht eine sehr karge Winterproduktion gegenüber. Und dies bei einer Bedarfssituation, die genau umgekehrt ist: Im Winter benötigen wir mehr Strom als im Sommer.
Der grösste Nachteil der Solarstromproduktion besteht also darin, dass wegen mangelnder Sonne im Winter nur sehr wenig Strom und teilweise sogar über Tage hinweg praktisch kein Strom eingespeist werden kann. Dies hat zur Folge, dass konventionelle Ersatzkraftwerke in die Bresche springen müssen, was wiederum bedeutet, dass man auf diese nicht vollständig verzichten kann.
Sogar im Bericht “Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland”, 2015 des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE heisst es: “Solange keine nennenswerten Strom-zu-Strom Speicherkapazitäten oder Speicherwasserkraftwerke im Netz zugänglich sind, reduzieren PV- und Windstrom zwar den Verbrauch an fossilen Brennstoffen, …, sie ersetzen aber keine fossil-nuklearen Leistungskapazitäten.”
Und schliesslich ist in der Grafik auch schön abzulesen, dass dieses Problem in keiner Weise mit einem vergrösserten Ausbau der Solaranlagen lösbar ist: Auch bei über 30’000 MW sind im Winter 2012/13 verschiedene Perioden erkennbar, die nahe bei Null produziert haben!

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